Geistliches Wort Juni 2018

Derselbe wird mich verherrlichen; denn vom Meinen wird er es nehmen und euch mitteilen.

Joh. 16,13a.14

 

Als Paulus in Ephesus eintraf, fand er einige Jünger die er fragte: „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?“ (Apg. 19,2) Wie kam er nur drauf diese Frage zu stellen?

Was verriet ihm, dass bei diesen Jünger offensichtlich etwas entscheidendes fehlte oder besser gesagt – jemand entscheidendes. Nun, was es auch immer war, diese Jünger konnten nichts dafür, weil sie noch nie vom Heiligen Geist gehört hatten und auch nichts von der Taufe auf den Namen Gottes wussten.

Wenn der Apostel Paulus uns heute kennenlernen würde, welchen Eindruck würde er haben?

Man stelle sich nur einmal vor, er würde mich oder Sie  fragen:

Hast du den Heiligen Geist empfangen? Nicht wahr? – Wir haben doch keine Wissenslücke wie die Jünger aus Ephesus. Wir feiern Jahr um Jahr Pfingsten, wir kennen die Schrift und wir sind der festen Überzeugung wir haben den Heiligen Geist.

 

Wie merken aber die Menschen, ob wir den Heiligen Geist empfangen haben?

Die können doch nicht in unser Herz und Seele reinschauen. Die Heilige Schrift sagt uns, dass der Geist Frucht hervorbringt, welche Art von Früchten es sind, können wir unter anderem in Gal. 5, 22 sehen und noch an vielen anderen Stellen der Bibel ebenfalls.

Im oben zitierten Wort, sagt der Herr Jesus, dass der Heilige Geist ihn verherrlichen wird, in dem er vom seinen nimmt und uns mitteilt. Betrachten wir doch wie Jesus mit den Menschen umging; er hat sich von keinem Leidtragenden abgewandt; er half jedem Hilfsbedürftigen, unabhängig von sozialer Stellung; er nahm jede Einladung ein – und wenn es der Pharisäer Simon war; er nahte sich zu allerlei Sündern – ohne sich zu verunreinigen, aber die Sünder für sich gewinnend; er hatte kein Ansehen der Person; hatte nie das Seine gesucht – der Platz würde auf dieser Seite nicht ausreichen, um zu beschreiben wie Jesus war und jetzt immer noch ist.

 

Ich wünsche uns allen, dass Jesus durch seinen Geist in uns verherrlicht wird, indem wir ihm immer ähnlicher werden – denn er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Dann würde auch ein Apostel Paulus – wäre er heute unter uns – die erwähnte Frage gar nicht erst stellen, dessen bin ich überzeugt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen gesegnete Pfingsten.

Im Herrn verbunden Ihr Jakob Gebel